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Austria´s Next Top Model Lydia Obute im Interview

Jung, wunderschön und ruhelos – Lydia Obute gewann 2011 die dritte Staffel von Austria’s Next Topmodel. Sie war die einzige Schwarze im Model-Haus und bis dato die einzige schwarze Gewinnerin. Geboren wurde sie 1993 in Baden bei Wien. Wir haben das Model mit nigerianischen Wurzeln getroffen, über ihre Kindheit in Wien und ihren Drang in die weite Welt geplaudert und dabei unter anderem erfahren was sie von Karl Merkatz gelernt hat, wie ihre Eltern mit der Modelkarriere umgehen und warum Fesch so wichtig für Österreich ist.

Dein Sieg bei Austria’s Next Topmodel ist jetzt über drei Jahre her. Rückblickend – wie viel hat dir diese Show gebracht?

Es war für mich definitiv eine gute Erfahrung. Ich habe zwar davor schon gemodelt, aber durch Austrias habe ich gesehen, wie solche Fernsehshows funktionieren. Hinter den Kulissen war es fast spannender als die Show an sich. Man lernt viele interessante Menschen kennen. Ich erinnere mich noch als ich Amanda Lepore getroffen habe oder an den Schauspielunterricht mit Helmut Berger. Man ist, wenn man da hinausgeht, natürlich Canada Goose Dame noch keine Naomi Campbell, aber man bekommt auch gute Fotos heraus.

Wie hast du dich dazu entschlossen bei der Sendung mitzumachen? Gab es auch negative Seiten?

Ich weiß gar nicht, wo her ich plötzlich den Mut hatte, mich überhaupt anzumelden. In der ersten Staffel war ich noch zu jung, bei der zweiten habe ich mich nicht getraut und beim dritten Mal dachte ich, es kann nicht mehr sein als ein „Nein!“. Als ich als einzige Schwarze dann sogar im Finale war, hatte ich kurz Panik vor negativen Reaktionen, aber da gab es Gott sei Dank nichts Gröberes. Während der Show ist das Privatleben sehr eingeschränkt und jetzt muss ich etwas mehr darauf achten, was ich sage. Aber es gibt in Österreich keine Paparazzi, also ist das mit dem Ruhm nicht so schlimm. (lacht)

Du bist nach der Matura ins Ausland gegangen. Wieso London?

Wien ist schön und klein – besondere Betonung auf klein. Ich bin hier geboren und aufgewachsen, aber es ist mir einfach zu klein geworden. Ich will ein bisschen mehr erleben und auch fürs Modeln ist London besser. Eigentlich wollte ich nach New York, aber da muss ich noch etwas an Erfahrung sammeln.

Würdest du sagen, dass es in Österreich keinen geeigneten Modelmarkt für Schwarze gibt?

Es ist auf jeden Fall ein Thema. Das Problem zum Beispiel bei Werbung ist, dass es in Österreich kaum Produkte für Schwarze gibt. Ganz deutlich sichtbar ist das bei Make-Up. Ich wusste lange Zeit nicht, dass die großen Firmen wie Maybelline Jade Foundation für dunkle Haut produziert oder es eine Marke wie Sleek gibt. Meine Freunde können sich Make-Up bei einer Drogeriekette um 5€ holen – du aber nach langer goosenorge Recherche etwa 30€ für High-End Produkte von MAC oder Bobbi Brown investieren. Haare sind dasselbe Thema – die habe ich gelernt selbst zu machen. Wir haben 2014 da wäre es Zeit den Markt zu ändern. Wenn man beginnt mehr Produkte anzubieten, kann man natürlich auch mehr Schwarze Models beschäftigen. Auf Laufstegen ist das nicht so ein großes Problem, allerdings wird oft nur ein Schwarzes Model pro Show gesucht oder zwei Maximum.




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