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Mein schönster Platz in Österreich

Bike-Stunts wie bei „Jackass“, Schwimmen und Kindsein. Warum „Ösi Bua“ sich in Seewalchen am Attersee zugleich frei und gefesselt fühlt.

Ich mag Seewalchen am Attersee, weil dieser Ort ein Stück meiner Geschichte mitträgt. Ich bin nach der Hauptschule ins Internat nach Bad Ischl gekommen, und in dieser Zeit habe ich mit meinen Schulfreunden jeden Sommer am Attersee verbracht.

Wenn man von Linz nach Bad Ischl fährt, kommt man in Seewalchen am Attersee vorbei. Wir waren im Sommer ständig hier. Ich kann mich noch an das erste Mal erinnern: Ich wollte tauchen lernen. Es ist dann aber doch beim Fahrrad- und Bootfahren geblieben. Wir haben manchmal gewettet, wer es schaffen würde, vom Steg aus über ein Boot ins Wasser zu springen. Und manchmal haben wir auch gewettet, wer das alles mit dem Fahrrad schaffen würde. Also mit dem BMX vom Steg übers Boot direkt ins Wasser. Das hat zwar meistens funktioniert, aber das soll bitte wirklich keiner nachmachen.

Der Attersee bedeutet für mich Freiheit

Der Attersee ist für mich ein besonderer Ort. Er erinnert mich einfach an eine Zeit, in der ich noch eine gewisse Freiheit gespürt habe. Eine Freiheit, die wahrscheinlich nur Kinder fühlen. Das war eine Zeit, in der ich nicht überlegt hab, ob das Wasser zu kalt zum Reinspringen ist oder zu heiß. Das war mir egal, da ist man einfach gesprungen. Wir waren alle wirklich frei, damals.

Die Sommerferien haben wir zu Hause verbracht und nicht im Ausland, wo man fremd ist. Das Schöne war, dass hier alle Freunde aus dem Internat wieder zusammengekommen sind – egal wo sie ihren Urlaub sonst noch verbracht haben. Auch wenn ich in Afrika war, ging es danach nach Seewalchen. Wenn man, so wie ich, am Land aufgewachsen ist, ist man viel an der Natur. Und ich finde, Menschen sollten oft ans Wasser gehen. Ich hab das immer gern gemacht. Wenn man hier über den Steg läuft, dann ist man wie gefesselt. Man kommt zur Ruhe.

  • Cedrick Mugiraneza aka Ösi Bua (25), geboren in Burundi, hat sich 2011 mit dem Lied „I bin da Ösi Bua“ einen Namen gemacht. Im Alter von neun Jahren floh er aus politischen Gründen mit seiner Familie aus Burundi.



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