Couldn't resolve host '17-edu.allmediacloud.com' Bleichcremes in der Elfenbeinküste verboten: Ist schwarz zu sein in Afrika ein Problem? | FRESH MAGAZINE
BlechCreme-Werbung

Werbung von Khess Petch in Senegal. "In 15 Tagen weiß sein" verspricht das Plakat mit einem vorher/nacher Bild.

Bleichcremes in der Elfenbeinküste verboten: Ist schwarz zu sein in Afrika ein Problem?

„Hautaufhellungsprodukte, die mehr als 2% der internationalen akzeptierten Hydrochinon genauso wie Quecksilber und seine Derivate, Kortikosteroide, Vitamin A enthalten sind ab sofort verboten.“ So eine Presseaussendung des Gesundheitsministeriums des west  afrikanischen  Landes. Die Entscheidung fiel am 29. April 2015 bei einem Ministerrat.

„Je heller die Haut, desto schöner die Person.“ So eine Vorstellung die auf dem afrikanischen Kontinent weit verbreitet ist. Beeinflusst wird dieses Denken vor allem durch viele Medien. Diese vermitteln den KonsumentInnen, dass Personen mit einer helleren Haut ein vermeintlich besseres Leben führen können.  In manchen Ländern wie Nigeria, haben überwiegend Frauen aber auch Männer Angst Schwarz zu sein. So zeigte eine Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO im Jahre 2012.

TOP 5 Länder für Hautaufhellungsprodukte: Nigeria, Togo, Südafrika, Senegal, Mali

In Afrika nutzen nach WHO-Informationen in manchen Ländern mehr als die Hälfte der Erwachsenen Frauen hautaufhellende Produkte. Die Top fünf Länder Afrikas, wo regelmäßig Bleichcremes verwendet werden sind: Nigeria mit 77 Prozent der Frauen, Togo mit 59%, Südafrika mit 35%, Senegal mit 27% und Mali mit 25% . Männer wurden in dieser Statistik nicht erfasst. Nur ein Bruchteil würde zugeben, dass Sie ihre Haut bleichen.

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Die südafrikanische Sängerin Nomasonto Mnisi hat beschlossen Bleichcremes zu verwenden. Siehe Vorher/Nachher Bild. ©DRUM, Südafrika

 

Business mit Bleichcremes wird mit 20 Milliarden US Dollar bis 2018 geschätzt

Hautaufhellungsprodukte sind derzeit eine der schnell wachsenden Segmente in der globalen Kosmetikindustrie. In Afrika, Asien, Amerika und dem Nahen Osten ist der Verkauf von Bleichcremes schon lange ein Riesengeschäft. Im Jahre 2009 setzten Hersteller wie Unilever, L’Oreal oder Avon mehr als eine Milliarde US-Dollar jährlich damit um. Und der Markt wächst. Bis 2018 wird mit einer Gesamtumsatz von US 19,8 Milliarden US Dollar prognostiziert. Nicht nur globale Kosmetikkonzerne profitieren davon, sondern auch Afrikanerinnen wie die Nigerianisch-Kamerunische Pop Sängerin Dencia die im Jänner 2014 Ihre „Whitenicious“ Linie startete. Innerhalb von 24 Stunden nach Verkaufsstart waren die Produkte ausverkauft. Sie erzählt es gern in einem Interview in der renommierten afro-amerikanischen Zeitschrift Ebony. Afro-Amerikanerinnen wären auch gute Kundinnen betont sie.

Nebenwirkungen: Hässlichkeit, Hautkrebs, Pigmentflecken  und Leberschaden

„Die Chemikalien, die in Bleichcremes enthalten sind, bremsen die Produktion von Melanin, einem Pigment, das die Haut von der Sonne schützt. Nach regelmässiger Verwendung dieser Cremes wird die Haut dünn und schwach, Adern treten dann an die Oberfläche. Die Haut wird stellenweise schwärzer als vorher.“ Das sind einige Feststellungen, die uns Opfern von Bleichcremes erzählt haben. Hässlichkeit, Hautkrebs, Pigmentflecken, Leberschaden – die Liste der Nebenwirkungen ist lang. In den vergangenen Jahren hat die Europäische Union einige Inhaltsstoffe, wie Hydrochinon, bereits verboten.




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  1. Sybil

    When I first saw these bleaching cremes, I felt terrible. Why are black people doing this? Black teint is so beautiful. I am glad, this article was published and shows the consequences and danger of chemicals. I hope, that health thought and acceptance of what God wants for human beings in all variants will be stronger than imposed ideas or concepts of being human.


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