Couldn't resolve host '17-edu.allmediacloud.com' Manu Dibango ist 82: Der Saxophonist, der von Michael Jackson plagiiert wurde | FRESH MAGAZINE
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Manu Dibango by Bojan Slavkovic on flickr

Manu Dibango ist 82: Der Saxophonist, der von Michael Jackson plagiiert wurde

„Soul Makossa“ steht auf Manu Dibangos Eintrittskarte ins internationale Musikbusiness. Wir schreiben das Jahr 1972, Dibango komponiert für den Afrika-Cup die Jahreshymne und veröffentlicht auf der B-Seite der Single „Soul Makossa“. Aus dem Nichts erklimmt der Song die amerikanischen Hitlisten und der Name Dibango prägt sich unauslöschlich ins westliche Musikbewusstsein ein.

Zur Welt kommt Emmanuel N’Djoké Dibango im Kamerun des Jahres 1933. Am 12. Dezember freuen sich seine religiösen Eltern in Douala, seiner Geburtsstadt, über ihren Nachwuchs. Das protestantisch geprägte Elternhaus setzt auf Kirchenmusik, um Emmanuels musikalische Sozialisation voran zu treiben. Er lässt sich davon jedoch wenig beeindrucken, nutzt die Chance, als ihn seine Eltern, in der Hoffnung auf eine bessere Ausbildung, nach Frankreich zur Ausbildung schicken. Er ist 16. Dort lernt er zunächst Klavier, entdeckt jedoch schnell das Saxophon für sich und lässt seiner Leidenschaft für amerikanischen Swing freien Lauf. In Belgien kommt er in Kontakt mit Musikern aus dem Kongo. Ab 1967 leitet er seine erste Big Band, und 1972 feiert er seinen grössten Erfolg mit «Soul Makossa», was ihm auch eine USA-Tournee einbringt.

„Mama Ko, Mamassa, Mamakossa“ – der weltbekannte Refrain wurde von Stars wie Michael Jackson, Jay-Z, Omar & Fred oder auch Rihanna plagiert. Urheber ist jedoch der kamerunische Saxophonist Manu Dibango. Im Jahre 1982 verwendete Michael jackson diesen Refrain bei der Aufnahme seines Albums „Thriller“ ohne Erlaubnis einen Teil des Liedes von Manu Dibango am Ende des Songs „Wanna be Startin’ Somethin“. Célestin Monga, derzeitiger Managing Direktor der in Wien ansässigen Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO), damals Student in Paris analysierte die Partituren von „Wanna be Startin’ Somethin“ mit Hilfe von Musikologen, Rechtsanwälten und Manu Dibango um das Plagiat von Michael Jackson zu beweisen. Das erzählt er in der kameruneschen Tageszeitung  Mutations. Es gelangt Ihnen. Monga schrieb darauf einen angesehenen Artikel in JEUNE AFRIQUE. Dieses Magazin ist das international bekannteste Afrikanische Magazin aller Zeiten auf französisch mit Sitz in Paris. So nahmen Michael Jackson Juristen Kontakt mit Manu Dibango Juristen auf. Beide Parteien einigten sich im Jahr 1986 gütlich. Als Gegenleistung verzichtete Manu Dibango auf die Rechte von „Wanna be Startin’ Somethin“. Dagegen behielt er die Kontrolle über alle weitere Nutzung bzw. Umsetzung des Liedes „Soul Makossa“. Im Jahr 2008 fühlte sich der Jazzer aus Ka- merun erneut hintergangen, als Akon einen Remix von „Wanna be Startin’ Somethin“ zum 25. Ju- biläum des Albums „Thriller“ und Rihanna den Song „Don’t Stop the Music“ (7 Millionen verkaufte Exemplare weltweit) veröffentlicht hatten. In beiden Liedern wird ein Teil von „Soul Makossa“ und sein Refrain „Mama Ko, Mamassa, Mamakossa“ benutzt. Sein Versuch im Jahr 2009 gegen Rihanna und Michael Jackson diesbezüglich erneut zu klagen, ist erfolglos geblieben.

In den sechs Jahrzehnten seiner Karriere, mausert sich der Saxophonist zu einer der Schlüsselfiguren in der Begegnung mit dem afrikanischen Kontinent. Er gilt als der einer Väter des Afro-Beat, einer rhythmische Mischung aus afrikanischer Musik, Jazz und Funk, mit Ray Lema als Vorläufer der „Worldmusic“ und als wichtigste Einflussgröße und Gründungsvater der Discomusik. Happy Birthday Manu Dibango, the Pride of Africa, the pride of Music.

Quellen: 

  • laut.de
  • Mutations-info.com
  • Jeune Afrique
  • wiki.asta-Hannover.de
  • manudibango.net



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