Sharon Dodua Otoo

Die Preisträgerin Sharon Dodua Otoo © Johannes Puch/ORF

Afrodeutsche Sharon Dodua Otoo gewinnt Bachmann-Preis 2016

Der Ingebor-Bachmann-Preis geht an die in Berlin lebende britische Autorin mit Wurzeln in Ghana Sharon Dodua Otoo für ihren Text „Herr Gröttrup setzte sich hin“.

Sandra Kegel hielt die Laudatio für Sharon Dodua Otoo, nannte den Text eine charmante, unangestrengte Satire über deutschen Alltag, das Ei übernimmt am Frühstückstisch die Geschichte. Ein feiner Humor der Verunsicherung eines Physikers, der glaubt, die Welt sei eine Versuchsanordnung.

Die Klagenfurter Bürgermeisterin Maria Luise Mathiaschitz überreichte den Bachmann-Preis und nannte Otoo „eine neue Stimme in einer neuen Gesellschaft“.

Otoo sagte in einem ersten Statement, sie müsse sich erst einmal hinsetzen. Beim Interview im Studiogarten nach der Preisverleihung meinte sie, sie müsse sich erst daran gewöhnen. Es sei ihr Traum, einen Roman zu schreiben, dafür habe sie nun die Zeit, die Geschichte, die sie beim Bachmann-Preis gelesen hatte, auszubauen.

Die Jury lobte die unangestrengte Satire über den deutschen Alltag, in dem ein Frühstücksei den Aufstand wagt. 14 Teilnehmer hatten sich in einem dreitägigen Wettlesen in der „Literaturarena“ am Wörthersee um die Auszeichnung und drei weitere Preise beworben. Der mit 25 000 Euro dotierte Hauptpreis ist nach der österreichischen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (1926-1973) benannt und gilt als eine der renommiertesten Literaturauszeichnungen im deutschsprachigen Raum.

Wer ist Sharon Dodua Otoo?

Laut Wikipedia.de ist Sharon Dodua Otoo in London geboren und aufgewachsen. Sie studierte German and Management Studies an Royal Holloway, University of London und erlangte 1997 den Abschluss B.A. (Hons). Seit 2006 lebt sie mit ihren vier Söhnen in Berlin. Sie ist aktiv im Phoenix e.V. und in der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD-Bund) e.V., für den sie von 2010 bis 2013 im Vorstand saß. Von ihr erscheinen Artikel und Kommentare u.a. in Missy Magazine, an.schläge, ak – analyse & kritik (ak), dem Tagesspiegel und African Courier. Im Zentrum ihrer Artikel, Kommentare, Berichte, Rezensionen, Feuilletons und Diskussionsbeiträge steht eine Auseinandersetzung mit diversitätsorientierte und diskriminierungskritische Feminismus, Kultur und Bildung. Seit 2014 arbeitet Otoo als Projektkoordinatorin bei RAA Berlin e.V. und im Verlag w_orten und meer. Otoo ist Herausgeberin der englischsprachigen Buchreihe Witnessed. Bislang sind fünf Bücher in der Reihe erschienen. Otoos eigenes kreatives Schreiben befasst sich mit den Themen Magischer Realismus, Afrofuturismus, Identitätsverhandlungen, Beziehungen und Empowerment. Auf Einladung von Sandra Kegel las Otoo bei den 40. Tagen der deutschsprachigen Literatur 2016 in Klagenfurt im Wettbewerb um den Ingeborg-Bachmann-Preis. , den sie auch gewann.

Fresh Magazin gratuliert vom ganzen Herzen.

Quellen: orf.at / freshzine.at / afrikanet.info/wikipedia.de /




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