Brown Babies 01 Peggy

Bild: Tangram International GmbH

Filmtipp: Brown Babies am 19.7. im Volkskundemuseum

Im Rahmen der Ausstellung „SchwarzÖsterreich. Die Kinder afroamerikanischer Besatzungssoldaten“ zeigen wir am Dienstag, den 19.7.2016, den Film „Brown Babies – Deutschlands verlorene Kinder“ von Michaela Kirst.

Handlung

1946 kommen im zerbombten Deutschland die ersten Besatzungskinder zur Welt. Etwa Fünftausend haben afro-amerikanische Väter und deutsche Mütter. Viele dieser „Brown Babies“ wachsen in Deutschland auf. Aber niemand weiß, dass eine große Zahl von ihnen zur Adoption frei gegeben und von farbigen Eltern in den USA adoptiert worden ist – eine Lösung, die sowohl die amerikanische als auch die deutsche Regierung von einem unliebsamen Problem befreit. Denn die bloße Existenz der „Brown Babies“ ist ein Skandal auf beiden Seiten.

So wachsen die „Brown Babies“ einen Ozean entfernt von ihrem Geburtsland und ihren Müttern auf. Viele wissen jahrzehntelang nicht, dass sie eine deutsche Mutter haben. Andere dagegen können sich nur zu gut an die abfälligen Blicke in Deutschland erinnern. Doch selbst in den USA gehören sie aufgrund ihrer Hautfarbe nirgendwo richtig dazu, weder zu den Weißen noch zu den Afro-Amerikanern. „Brown Babies – Deutschlands verlorene Kinder“ wirft zum ersten Mal Licht auf dieses dunkle Kapitel der deutsch-amerikanischen Nachkriegsgeschichte.

Brown Babies – Deutschlands verlorene Kinder
Regie: Michaela Kirst
BR/WDR/ARTE, 2010

Ort: Volkskundemuseum Wien
Laudongasse 15-19, 1080 Wien
Zeit: Dienstag, 19. Juli, 19 Uhr

Eintritt frei!

Zum fb-Event – https://www.facebook.com/events/874175252708647/

WEITERE TERMINE DES RAHMENPROGRAMMS

// Di., 16.08.2016, 19 Uhr //
Filmabend „Kleine große Stimme“ 
Simon INOU (Moderation), Herausgeber fresh – Black Austrian Lifestyle

ZUR AUSTELLUNG

Adoptiert, geblieben, verspottet – wer als Kind einer Österreicherin und eines afroamerikanischen GIs zwischen 1945 und 1955 zur Welt kam, hatte einen schweren Start ins Leben. Die oftmals vergessenen Geschichten dieser sogenannten Besatzungskinder treten jetzt ans Tageslicht und offenbaren Identitätsfragen, Ungerechtigkeiten der Behörden und enorme Stärke im Umgang mit der Nachkriegsgesellschaft. Eine Im Rahmen der Ausstellung „SchwarzÖsterreich. Die Kinder afroamerikanischer Besatzungssoldaten“, die vom 27. April bis zum 21. August im Wiener Museum für Volkskunde läuft, präsentieren die Kuratoren Philipp Rohrbach, Niko Wahl und Tal Adler die Ergebnisse des Forschungsprojektes „Lost in Administration“ und lassen die Kinder von damals erzählen.




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