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(c) Skindred Presse

Eventtipp: Skindred kommen am 3.12. ins Flex

Die britische Cross-Over Band Skindred rund um Frontmann und Sänger Benji Webbe tourt derzeit mit der befreundeten kalifornischen Punk-Gruppe Zebrahead quer durch Europa und stattet Anfang Dezember auch der österreichischen Hauptstadt einen Besuch ab. Gastiert wird am 3.12. im altbekannten Flex am Ufer des Donaukanals.

Im Dezember erwartet Wien wieder einmal hohen Besuch aus der Punk- und Metal-Szene. Die Band Skindred rund um Frontmann und Sänger Benji Webbe begeistert seit 1998 mit ihrem bunten Genre-Mix aus Dub, Metal, Punk und Hip-Hop die Fans und bringt die Konzerthallen zum Beben. 2015 erschien das neuste Album der fünfköpfigen Truppe: „Volume“. Wie bereits mit vorangegangenen Alben wie „Babylon“ und „Union Black“ verteidigen die Waliser damit ihren wohlverdienten Platz in diesem Genre weiter. Wir dürfen gespannt sein, was sie als Nächstes planen.

Die befreundete kalifornische Punk-Band Zebrahead blickt ebenfalls auf eine lange Geschichte zurück. Die seit 1996 existierende Band aus Orange County verkaufte bereits über 1,5 Millionen Alben und wurde gemeinsam mit Motörhead für eine Cover-Version von „Enter Sandman“ für einen Grammy in der Kategorie „Best Metal Performance“ nominiert. Das im Jahr 2006 erschienene Studioalbum „Broadcast To The World“ wurde zudem mit Gold ausgezeichnet.

 

Was in Anbetracht der steilen Entwicklung und internationalen Präsenz der Band Skindred und insbesondere des musikalischen Chamäleons Benji Webbe ins Auge fällt, ist folgende Frage: Wo sind nur all die Schwarzen Rock-Musiker hin – welche an der Entstehung des Rock ’n‘ Roll und dessen Weiterentwicklung maßgeblich beteiligt waren?

Ist Schwarzer Rock tot?

In den 50er und 60er Jahren trieben neben Alan Freed und Gene Vincent vor allem auch Künstler wie Chuck Berry, Bo Diddley und Franky Lymon die Entwicklung des neu entdeckten Musikgenres voran und gestalteten es mit. Von da an dauerte es nicht lange, bis der Rock’n’Roll seinen Kultstatus erreichte. Dies gelang unter anderem auch, da er sich über die noch vorherrschende Rassentrennung hinwegsetzte und sowohl Schwarze als auch Weiße Musikstile in sich verband.

(c) Management Chuck Berry

(c) Management Chuck Berry

Auch in den darauffolgenden Jahrzehnten und mit dem Übergang vom Rock ’n‘ Roll zum Rock gelangten viele Schwarze Musiker und Bands zu internationalem Erfolg. Hierzu gehören u. a. Gitarrist Jimi Hendrix, Tina Turner und Glamrock Ikone Betty Davis, um nur einige wenige zu nennen. Auch Rock-Legende Slash von der Kultband Guns N’Roses, das Hardrock-Sextett Fishbone, die Rocker von Living Colour oder Funkadelic lassen sich hier einordnen.

In der derzeitigen Musiklandschaft muss man bei Neugründungen jedoch schon etwas genauer hinsehen. Schwarze Bands erschienen in der jüngsten Vergangenheit kaum mehr auf der Bildfläche – Schwarze Rockmusiker sind allerdings nach wie vor präsent. Man denke nur an den Erfolg diverser Indie- Rock-Bands wie TV on the Radio, Bloc Party und Apollo Heights, welche allesamt von Schwarzen Musikern komplettiert werden. Es ist demnach nicht die Abwesenheit, sondern vielmehr ein fehlendes Bewusstsein, welches den Eindruck erwecken mag, sie wären aus diesem Genre verschwunden. Eine Überzahl an Weißen Rockmusikern ist natürlich dennoch kaum zu leugnen, die Gründe hierfür sind allerdings vielfältig. Die überraschten Reaktionen auf Schwarze Rocker sind es jedoch nicht.

Es bleibt abzuwarten, wie die diesbezügliche Entwicklung in den kommenden Jahren voranschreiten wird. Um diese Zeit zu überbrücken, gibt es jedoch kaum etwas Besseres, als mit Benji Webbe die Wände des Flex beben zu lassen. Und nicht vergessen: Totgesagte leben länger!

Das Flex öffnet am 3. Dezember um 19 Uhr für alle Tanzwütigen seine Türen.
 Tickets gibt’s unter www.oeticket.com, www.musicticket.at und in jeder Bank Austria Filiale.




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