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(c) Wafrica

WAFRICA – der afrikanische Kimono

Transkulturalität sollte in unserer heutigen Gesellschaft für keinen mehr ein Fremdbegriff sein. Wir leben in einer Zeit, wo Menschen aus den unterschiedlichsten Kreisen Gemeinsamkeiten entdecken und diese auch feiern. Es gibt natürlich immer Ausnahmen. Zum Beispiel Leute, die Traditionen von anderen Kulturen aneignen, nur um diese als etwas Neues auszugeben, anstatt sich über dessen Ursprünge aufklären zu lassen – #CulturalAppropriation.

„Das ist eine Frechheit. Verfälschen Sie die japanische Kultur nicht.“

Auf solche Nachrichten musste sich zum Beispiel Serge Mouangue gefasst machen, als er seinen „afrikanischen Kimono“ präsentierte. Mit seiner Kreation ist jedoch keinesfalls eine kulturelle Beraubung des traditionellen japanischen Gewands gemeint. Der gebürtige Kameruner beabsichtigte eine Überbrückung zwischen dem fernen Osten und seinem Geburtsort Westafrika, die zeigen sollte wie ähnlich beide Kulturen trotz Unterschieden sein können. Dank Mouangues schöpferischer Begabung wurde somit ein Kleidungsstück kreiert, dass die Affinität der westafrikanischen und japanischen Kultur wiederspiegelt.

Das alles begann nach seiner Studienzeit in Frankreich. Serge war daraufhin als industrieller Gestalter für die Autofirma Nissan in Japan tätig, wo er die Möglichkeit nutzte sich in einem neuen Land mit heimischen Künstlern auszutauschen. Darunter lernte er Odasho kennen, ein Kimono Hersteller, dessen Erfolge bis zu 150 Jahre zurückliegen. Gemeinsam erstellten sie traditionelle Kimonos für das moderne Japan, und somit wurde die Markenbezeichnung WAFRICA ins Leben gerufen. Der Begriff „wa“ steht dabei für Harmonie innerhalb einer Gruppe und hat in der japanischen Kultur eine tiefreichende Bedeutung, die bis ins 12. Jahrhundert zurückliegt.

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Das Gewand besteht aus dem typischen kaftanartigen Schnitt, das Material ist allerdings der westafrikanische „Wax-Stoff“.

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„Ich bin Designer, es ist meine Aufgabe unsere Umgebung so zu transformieren, dass wir ihr eine neue Beschreibung geben können.“

In den Worten von Serge ist die Marke WAFRICA also nicht für einen Reingewinn kreiert worden, sondern für die Übermittlung einer Message – nämlich, dass unkonventionelle Maßnahmen innerhalb eines kreativen Felds ergriffen werden müssen, wenn man Andersdenkende berühren möchte.




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