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Die 5 Darstellungsformen von Schwarzen in Modekampagnen 2016

Okay, Schwarze machen zwar nicht mehr hauptsächlich Werbung für Schokolade und Seife, das heißt aber nicht, dass die Darstellung Schwarzer in der Werbung frei von Stereotypen und Klischees ist. Denn es existieren bestimmte Darstellungsmuster, die in Summe ein wenig erfreuliches Bild ergeben.

Ist Schwarz sein en vogue?

Beim Durchblättern bekannter Frauenmagazine kann man die vielen Werbeanzeigen nur schwer ignorieren. Betrachtet man die Anzeigen genauer, fällt eines auf: Schwarze sind in der Werbung präsenter. In den Magazinen selbst bleiben die meisten Sujets allerdings weiterhin auf weiße Frauen ausgerichtet.

Grundsätzlich muss gesagt werden, dass Werbung noch immer hauptsächlich weiß ist, sich vor allem an Weiße richtet und Schwarze daher grundsätzlich unterrepräsentiert sind. Allerdings lässt sich in den letzten Jahren eine Entwicklung beobachten, in der zunehmend vor allem „light-skinned“-Schwarze oder mixed people Werbefiguren darstellen. Schwarz zu sein, scheint en vogue zu sein.

Sieht man sich die Werbungen genauer an, so fällt auf, dass Schwarze immer wieder dieselben Rollen in Werbekampagnen einnehmen. Dadurch reproduzieren diese Werbungen nicht nur Stereotypen von Schwarzen Menschen, sondern unterstützen auch die Bildung einer bestimmten Vorstellung davon, wie Schwarze Menschen sein sollen:

  1. Rhythmisch und musikalisch

    Dolce & Gabbana Kampagne H/W 2016

    (c) Dolce & Gabbana

    Tommy Hilfiger Holiday 2016

    (c) Tommy Hilfiger

    Avant Toi "Harlem Story" Spring/Summer 2016

    (c) Avant Toi

  2.  Natürlich und wild

    H&M Forever Spring/Summer 2016

    (c) H&M

    ZARA Summer 2016

    (c) ZARA

    Sisley 2016

    (c) Sisley

    Valentino Spring 2016

    (c) Valentino

    Alberta-Ferretti-Spring-Summer-2016-Camapign02

    (c) Alberta Ferretti

  3. Wir sind „Multikulti“ (Schwarz, Weiß, Asiatisch)

    H&M Balmain

    (c) H&M Balmain

    (c) Jeremy Scott

    (c) Jeremy Scott

    Topshop 2015

    (c) Topshop

  4. Der/Die „Quotenschwarze“ (Schwarze/R unter Weißen)

    Philipp Plein Sommer 2016

    (c) Philipp Plein

    Scotch & Soda Fall/Winter

    (c) Scotch & Soda

    Diesel Spring/Summer 2016

    (c) Diesel

  5. #teamlightskinned

Patrizia Pepe

(c) Patrizia Pepe

Stella McCartney

(c) Stella McCartney

Diesel

(c) Diesel

(c) Versace

(c) Versace

(c) DKNY

(c) DKNY

Flüchtig und einzeln betrachtet wirken diese Kampagnen nicht immer schlecht. In Summe ergeben sie aber ein Bild von Schwarzen, das durchaus fragwürdig erscheint: Der Schwarze Mensch als Wilder, als Naturmensch, als jemand der grundsätzlich Musik im Blut hat, der weißen Vorstellungen entsprechen  soll und überwiegend als Beweis für Diversität dient.

Das Ziel sollte jedoch eine gleichberechtigte und emanzipative Repräsentation von Schwarzen aller Hauttöne ohne die Reproduktion von Stereotypen sein. Dass das grundsätzlich möglich ist, haben einige wenige Kampagnen 2016 gezeigt:

Kampagne 2016. Die Schwarze Frau allein im Bild, modisch und selbstbewusst. (c) Kate Spade

Kampagne 2016. Die Schwarze Frau allein im Bild, modisch und selbstbewusst. (c) Kate Spade

 

Ein Schwarzes und ein weißes Model in Eleganz auf einer Augenhöhe. (c) Tom Ford

Ein Schwarzes und ein weißes Model in Eleganz auf einer Augenhöhe. (c) Tom Ford




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