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(c) Youri Lenquette

Youssou N’Dour kommt ins Wiener Konzerthaus

Dakar steht nicht nur für Autorennen, sondern auch für massenhaft musikalische Talente. Ein ganz großes davon ist Youssou N’Dour – der „Godfather of Senegalese Music“ gibt sich am 25.März im Wiener Konzerthaus die Ehre!

Wer in Gambia oder Senegal geboren ist, kennt Youssou N’Dour. Denn er ist der Fela Kuti der Wolof-Sprechenden. Doch auch wenn ihr nicht aus diesen Gebieten stammt, kennt ihr seine Musik – vielleicht wisst ihr es nur noch nicht.

Seid ehrlich, diesen Klassiker kennt doch jeder…

Dieser Mann gibt nicht nur vor alles zu können, sondern tut’s einfach – mal Sänger, dann Songwriter, oder doch Komponist. Noch nicht genug? Wie wär’s mit Minister für Kultur und Tourismus oder Inhaber der Zeitung „L’Observateur“? Und wenn ihm mal langweilig wird, taucht er gelegentlich in Filmen wie „Amazing Grace“ als Olaudah Equiano auf.

Richtig bekannt wurde Youssou N’Dour allerdings durch seine Musik, die von der Serer-Tradition „Njuup“ abstammt. Der Musiker komponiert seine Musik in seiner Muttersprache Wolof und Serer, welches in Senegal, Gambia und Mauretanien gesprochen wird. N’Dour gilt als ein moderner Griot oder Jali bzw. Jeli (Geschichtenerzähler/Ratgeber/Lobsänger) und mixt Mbalax (Musikrichtung) mit Kubanischem Rumba, Hip Hop, Jazz oder Soul.

Dakars Stern

Geboren in Dakar als Sohn einer Wolof und eines Serers, wurde er mit sehr modernen Ansichten und in Abwesenheit alter Traditionen erzogen, zu denen er durch seine Geschwister dennoch fand. Im Alter von 12 Jahren fing Youssou N’Dour an Konzerte zu spielen und konnte sich einige Jahre darauf die Bühne mit der senegalesischen Musikgruppe „Star Band“ teilen. Später gründete er dann seine eigene Gruppe „Étoile de Dakar“ und eröffnete sein eigenes Tonstudio und Musiklabel.

N’Dour hat unter anderem schon mit KünstlerInnen wie Peter Gabriel, Tracy Chapman, Neneh Cherry, Bruce Springsteen, Sting, Wyclef Jean zusammengearbeitet und ist nicht nur Grammy-Besitzer, sondern wurde auch von Yale mit einem Ehrendoktorat in Musik ausgezeichnet.

Durch sein Engagement in sozialen Belangen wird der Star in vielen Bereichen Afrikas als Icon angesehen – so hat er schon mit der UN, Amnesty International und UNICEF zusammengearbeitet und ist Teil des Ehrenkomitees der Stiftung Chirac. Ein weiterer Schritt in diese Richtung folgte, als er sich mit einem Konzert für die Freilassung von Nelson Mandela einsetzte. Außerdem wurde er von der FAO (Food and Agriculture Organisation) als Sonderbotschafter nominiert.

Politisch wollte N’Dour ebenso noch weiter hinaus, aber da seine Präsidentschaftskandidatur gegen Abdoulaye Wade im Januar 2012 wegen zu wenigen Unterschriften nicht zugelassen wurde, unterstützte er den derzeitigen senegalesischen Präsidenten Macky Sall.

Seine bekanntesten Werke sind:
7 Seconds -ft. Neneh Cherry
La Cours des Grands- ft. Axelle Red
Shakin’ the Tree -ft. Peter Gabriel
Wake Up (It’s Africa Calling)
Africa Opera

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Wer hiermit neugierig geworden ist und N’Dour live in Farbe und fast zum Berühren in Österreich erleben möchte, darf sich den 25.03.2017 im Kalender anstreichen, denn da wird er im Wiener Konzerthaus seine Musik zum Besten geben.

Youssou N’Dour & Le Super Étoile de Dakar
Samstag, 25. März 2017, 19:30 Uhr

Wiener Konzerthaus, Großer Saal
Lothringerstraße 20
1030 Wien

Tickets und Infos unter https://konzerthaus.at/konzert/eventid/54459




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