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(c) Dak’Art Biennale Secretariat

Senegal Special – Dak’Art: African Contemporary Art Biennale

Das vermutlich größte, zeitgenössische Event Senegals, die „Dakar Biennale“, existiert seit 1980 und konnte schon einige große Veränderungen durchleben. Wir stellen dieses Festival der innovativen Kreativität Afrikas, im Rahmen unseres Senegal-Specials genauer vor und verraten euch, wie ihr ein kleines Stück des besonderen Landes hautnah erleben könnt.

Das Kunst-Festival wollte sich abwechselnd auf literarische und künstlerische Werke fokussieren. Dieses ursprüngliche Leitbild änderte sich jedoch im Laufe der Zeit. Heute dürfen sich die Einheimischen alle zwei Jahre freuen, wenn das Kunstforum „Dak’Art“ wieder ins Leben gerufen wird – dessen Namen sich aus der Hauptstadt Dakar und dem englischen Begriff Art zusammensetzt. Es repräsentiert eine neue und verfeinerte Struktur der visuellen Kunstform, sowie die innovative Kreativität Afrikas.

(c) http://www.biennialfoundation.org

(c) http://www.biennialfoundation.org

Vielfältiges Programm

Das 2002 ins Leben gerufene „Dak’Art OFF“-Programm zum Beispiel präsentiert unabhängige Künstler, die sich zwar außerhalb der Biennale bewegen, jedoch im Rahmen der lokalen senegalesischen Art Scene, Werke schöpfen. Kader Attia, Andrew Esiebo, Zanelle Muholi, Amanda Kerdahi M. und Jim Chuchu sind ein paar Namen der mehr als 400 Künstler, die mit ihrer Ausstellung „Precarious Imaging: Visibility surrounding African Queerness“ das konservative Bild des westafrikanischen Landes aufrütteln möchten. Zur 11. Edition der „Dak’Art“ im Jahr 2014 schilderten sie, anhand von Photographien und Installationen, gleichgeschlechtliche Liebe, eines der größten „Taboos“ die in 38 der 54 afrikanischen Länder als Straftat gesehen wird.

(c) Andrew Esiebo - http://www.andrewesiebo.com/whoweare

(c) Andrew Esiebo – http://www.andrewesiebo.com/whoweare

Im selben Jahr machte sich auch Malla Ghassra bemerkbar. Als Universitätslektorin und Aktivistin engagiert sie sich in ihrem Heimatland Tunesien für soziale und politische Ungerechtigkeit. Ihren Frust gegenüber der „[…]inkompetenten Verstärkung und Gründung des islamischen Staates“ stellte sie in Form einer Installation von Toiletten dar, die an einem Konferenztisch an Stelle von Stühlen montiert wurden. Das Werk trägt den Titel „Le fantôme de la liberté“ (Der Geist der Freiheit) dessen Inspiration vom gleichnamigen surrealen Film Luis Buñuels stammt.

(c) Faten Rouissi

(c) Faten Rouissi

Die Biennale bietet eine Reihe diverser Kunstausstellungen, an denen sowohl einheimische Künstler als auch internationale Künstler partizipieren können. Wie bereits in den letzten Jahren treffen sich immer wieder neue Kunstmäzen, die erwartungsvoll auf einzigartige Kunststücke und Vorstellungen hoffen.

Auf die Werke von Moshekwa Langa zum Beispiel. Die Gemälde des südafrikanischen Künstlers wurden inspiriert von den Wurzeln seines täglichen Lebens in seiner Heimatstadt Bakenberg. Seine Erfahrungen werden nicht nur per Pinsel ausgedrückt, sondern auch in Form von intrinsischen Skulpturen und Zeichnungen, die sein Selbstbild reflektieren. Die Suche und Auffindung von Objekten und Gegenständen, die seine Identität verkörpern, wird sehr deutlich in der Galerie des Künstlers zur Schau gestellt.

(c) http://www.goodman-gallery.com/exhibitions/312

(c) http://www.goodman-gallery.com/exhibitions/312

Bei der „Dak’Art“ erwarten einen allerdings nicht nur Bilder und Gemälde – das Programm weitet sich bis hin zu verschiedenen Veranstaltungen in der Millionenhauptstadt aus. Dabei können Zuschauer den Rednern bei Meetings und Vorträgen zuhören, die thematisch rund um die afrikanische Diaspora angesiedelt sind.

Wer jetzt Lust bekommen hat, ein kleines Stück Senegal hautnah zu erleben, kann sich auf einen Auftritt der Sonderklasse freuen: Youssou N’Dour, eines der prägendsten Aushängeschilder dieses Landes, besucht uns am 25. März im Wiener Konzerthaus.

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Alle Infos findet ihr unter https://konzerthaus.at/konzert/eventid/54459

und auf unserer Seite http://freshzine.at/2017/01/17/youssou-ndour-kommt-ins-wiener-konzerthaus/




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