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Senegal-Special – Zwischen Politik und Kultur

Im Rahmen unserer Senegal-Reihe, möchten wir euch das Land und seine Menschen näherbringen. Heute einen kleinen Ausschnitt zur Politik, Kultur und der Musik in der Westafrikanischen Republik.

Politik

 Seit Mitte des 19. Jahrhunderts stand der Senegal im Rahmen der Kolonialisierung unter französischer Macht. 1895 wurde dann die „Afrique Occidentale Française“ („Französisch-Westafrika“) gegründet, zu der neben dem Senegal weitere sieben afrikanische Staaten gehörten. Anfang des 19. Jahrhunderts bauten die Franzosen die Infrastruktur aus und sorgten dafür, dass die Hafenstädte wichtige Knotenpunkte wurden. Mit der Einführung des Erdnussanbaus, sicherten sie Wohlstand und kurbelten die Wirtschaft an. Während die Bewohner der Hafenstädte die französischen Bürgerrechte erhielten, blieb die restliche Bevölkerung untergeben.

Nach den beiden Weltkriegen, bei denen senegalesische Soldaten an der Seite der Franzosen kämpften, wurde der Wunsch nach Unabhängigkeit immer größer. Die Bevölkerung trat in Streiks und forderte die Freiheit. Der Anführer der Bewegung, Léopold Sédar Senghor, wurde 1960 der erste Präsident der Präsidialrepublik Senegal. Seine autoritäre Einparteienherrschaft stieß auf Widerstand in der Bevölkerung, erst 16 Jahre später führte er das Dreiparteiensystem ein.

(c) RFI

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Nach seinem Rücktritt übernahm sein Vertrauter Abdou Diouf für die nächsten 20 Jahre das Amt. Unter seiner Präsidentschaft kam es zur großen Krise: Missernten, Dürre und der Preisverfall der Erdnüsse führten zu Armut und Unzufriedenheit innerhalb der Bevölkerung. Gleichzeitig entbrannte der Konflikt zwischen dem Senegal und Mauretanien, der unzählige Opfer forderte und bis heute andauert. Im Jahr 2000 wurde dann Abdoulaye Wade gewählt, der 2012 von Macky Sall abgelöst wurde.

Derzeit versucht sich das Land wirtschaftlich zu erholen und seinen Agrarsektor zu reformieren, um mehr Erträge und damit mehr Gewinn zu sichern. Da in den letzten zwei Jahren Produktionsrekorde gebrochen wurden, gibt es Grund zur Hoffnung. Auch heute bestehen einige Probleme, doch die vielfältige und farbenfrohe Kultur schafft es, der Bevölkerung viel positives zurückzugeben.

Kultur

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Von der Regierung gibt es kaum Unterstützung für die Kunst- und Kulturszene – nichts desto trotz ist diese bunt und vielfältig. Neben Literatur, Theater und Tanz ist vor allem die senegalesische Musik die bekannteste und wichtigste Ausdrucksform. Bei der traditionellen Musik kommen vor allem Trommel- und Zupfinstrumente zum Einsatz.

1930 gelangt dann die Jazzmusik ins Land, die schnell sehr beliebt und mit senegalesischen Elementen angepasst wurde. Daraus entwickelte sich in den 80er Jahren der bekannteste Musikstil im Senegal – Mbalax. Die Mischung aus schnellen Trommeln, Rhythmen und Wolof-Gesängen war anfangs verpönt und durfte erst ab 1988 öffentlich im Radio gespielt werden. Der größte Vertreter des Mbalax ist Youssou N’Dour, der nicht nur Sänger, sondern auch Tourismusminister im Senegal ist. Sein Soziales Engagement reicht von Benefizkonzerten zu Aktionen gegen Krankheiten wie Aids und Malaria. Gleichzeitig möchte er den Tourismus im Land ankurbeln und das Ansehen in der Welt verbessern.

Anfang der 90er Jahre fand dann noch der Hip-Hop seinen Weg in das Land, der vor allem bei Jugendlichen auf viel Begeisterung stieß und den „Senerap“ bildete. Dieser ist sehr politisch und gibt den Rappern die Möglichkeit auf die Missstände in der Gesellschaft aufmerksam zu machen. Akon ist hierbei der bekannteste Sene-Rapper, der weltweit Erfolge verbuchen konnte.

Wer Youssou N’Dour schon immer mal live sehen wollte, hat nun die Gelegenheit dazu. Das Ausnahmetalent beehrt uns  nämlich mit einem exklusiven Auftritt im Wiener Konzerthaus am 25. März!

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Alle Infos zum Konzert findet ihr hier: http://freshzine.at/2017/01/19/youssou-ndour-kommt-ins-wiener-konzerthaus/

Tickets sind unter https://konzerthaus.at/konzert/eventid/54459 erhältlich




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