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„Das ist aber nicht typisch für Schwarze, oder?“

In fast jedem Teenie-Drama wird das Thema Cliquen angesprochen. Idealerweise richtet sich die Gruppenbildung nach den Stärken und Schwächen der Mitglieder: Bist du sportlich, gehörst du zu den Athleten und bist automatisch auf Platz 1 der Beliebtheitsliste. Im realen Leben kann man dieser Kategorisierung ebenfalls nicht entgehen. Denn wenn du zu einer bestimmten Ethnie gehörst, musst du klarerweise ein „typischer“ Vertreter dieser Gruppe sein und wirst mit einigen Stereotypen konfrontiert. Aber wer entscheidet, was „typisch Schwarz“ ist und was nicht?

Als ein Individuum der Black Community wird von einem erwartet, dass man folgende Fähigkeiten beherrscht:

  • ein ausgesprochen tolles Rhythmusgefühl
  • die Fähigkeit aus jedem Geräusch einen Beat zu kreieren/Hip Hop zu feiern
  • eine Stimme, wie die von Beyoncè zu besitzen, gehört natürlich auch dazu
  • athletisch sein
  • Nahrungsmittel zu sich zu nehmen, die jeder/jede Schwarze lieben sollte
  • auf Berührung alles cool werden zu lassen (das könnte wohlmöglich korrekt sein)

All diese Stereotypen mögen einer außenstehenden Person als ironisch gemeint vorkommen und sogar humorvoll empfunden werden, doch leider werden genau diejenigen, die dem typischen „Black Person“ Bild nicht entsprechen auf negative Weise davon beeinflusst. In bestimmten Gruppen herrscht eine eigene Dynamik und wenn man dieser nicht folgen kann, wird man ausgeschlossen. Es gibt natürlich Personen, die der Dynamik einfach nicht folgen wollen. Was passiert also, wenn man aus dieser Norm hinausbricht und sich in unterschiedlichen Gruppen wiederfinden kann?

Wer heutzutage noch meint, dass er anderen vorzuschreiben hat, wie er/sie sich aufgrund der Hautfarbe und/oder Herkunft zu verhalten hat, sollte sich kurz hinsetzen und diese einzigartigen Personen auf sich wirken lassen.

Tasselfairy

Amina Mucciolos‘ Instagram Feed ist kunterbunt und reflektiert ihren lebendigen Charakter


Saul Williams

Die Musik von Saul Williams wird als alternative Hip-Hop bezeichnet; sie ist laut und debattiert aktuelle Probleme und Sorgen des gebürtigen New Yorkers.

Lupe Fiasco

Schon gewusst? Der Sänger und Rapper stammt aus einer Familie, die seit 3 Generationen die Kampfkunst betreibt.

Samurai Sunday… #IaidoBoyz 👺

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Kele Okereke

Warum muss es immer Hip Hop sein? Rock war nicht immer „weiße Musik“ – siehe Jimmy Hendrix. Kele zum Beispiel steht für grandiosen Indie-Rock Mitte der 2000er mit deiner Band Bloc Party

Steve Urkel

Schwarze müssen cool sein. Gibt es keine Nerds unter uns? Steve Urkel bricht in den 90ern in der Serie „Alle unter einem Dach“ mit diesem Stereotyp

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Persönlichkeitsentwicklung ist ein wichtiger Schritt im Leben jedes Menschen, besonders von jenen, die nur an ihre unmittelbare Umwelt gewohnt sind.

Verlasst eure Komfortzone und geht euren Interessen zwanglos nach. „Anime, Rockmusik und Co. sind doch nicht für Schwarze!“- Quatsch, ihr findet schon genug Leute auf dieser Erde, die genau wie ihr eine Vorliebe für „unübliche“ Hobbies haben.