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Katy Perry entschuldigt sich für Cultural Appropriation

Wer die letzten Tage nicht völlig verschlafen hat oder unvorhergesehene Probleme mit dem heimischen Internet-Treiber hatte, ist wohl früher oder später über die virale Entschuldigung der „Queen of Cultural Appropriation“, Katy Perry, gestolpert. Wir haben uns das ganze mal etwas genauer angesehen. 

Zuerst: Es geht hier um ein Interview, welches Perry mit Civil Rights Aktivist DeRay McKesson geführt hat. Von dem gut einstündigen Gespräch sind es jedoch vorallem die zwei Minuten, in welchen Katy Perry sich für ihre vergangene kulturelle Aneignung entschuldigt, welche die Aufmerksamkeit tausender Menschen auf sich zieht:

In dem kurzen Ausschnitt des Interviews äußert Perry sich über ihr vergangenes Fehlverhalten „I won’t ever understand some of those things because of who I am – I will never understand, but I can educate myself, and that’s what i’m trying to do along the way.“

Viele der Reaktionen auf das Interview sind eindeutig positiv

https://twitter.com/PopCrave/status/873939250340823040

Ganz abzunehmen scheinen ihr die Geschichte trotzdem nicht alle

Unter uns – wir können es ihnen nicht ganz verübeln. Die Sängerin sieht schließlich nicht nur auf einen kleinen Fauxpas zurück, sondern auf eine ganze Serie. Denken wir nur an ihr Video zu „This Is How We Do“ zurück. Selbst wenn wir das Unwissen um die Herkunft des Ausdrucks aus der Hitsingle „This Is How We Do It“ von Montell Jordan aus dem Jahr 1995 beiseite lassen (man kann schließlich nicht alles wissen), so ist die Darstellung der Sängerin mit Braids, gegeltem Babyhair und Wassermelone in der Hand nicht so einfach als Unwissenheit auszumachen – eine gesunde Portion Ignoranz dürfte hier wohl auch ihren Beitrag geleistet haben. 

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Ihre Verkleidung (man kann es kaum anders bezeichnen) als Geisha bei ihrer Performance von „Unconditionally“ bei den AMA’s 2013 oder ihr Musikvideo zu „Dark Horse“, in welchem sie sich einer stereotypischen Darstellung ägyptischer Kultur bedient liegen ebenfalls noch nicht ewig zurück.

Die Frage bleibt bestehen, ob die Diskussion um Cultural Appropriation nur ein weiterer Stopp auf ihrer Entschuldigungs-Tournee bleibt, oder ob sie sich das Gesagte auch wirklich zu Herzen nimmt. 

Was meint ihr dazu? Lasst es uns in den Kommentaren, auf Facebook oder Twitter wissen!