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This Human World 2017

Jubiläum. Vom 30. November bis 10. Dezember findet in Wien bereits zum zehnten Mal das International Human Rights Film Festival „this human world“ statt. Es öffnet an 11 Festivaltagen in vier Wiener Kinos und zahlreichen weiteren Locations die Augen des Publikums. Für ein Kino das nahe an der gesellschaftlichen Wirklichkeit ist, aktuelle Konflikte behandelt und politisch und sozial Stellung bezieht. Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern einfühlsam, aufrüttelnd und bisweilen auch humorvoll.

„this human world“ präsentiert internationale und nationale Filme von hoher Qualität, welche sich auf verschiedenste Weise mit gesellschaftspolitischen Umständen, Problemen und Herausforderungen auseinandersetzen und die den weltweiten Umgang mit Menschenrechten auf die Leinwand bringen.
Wichtiger Bestandteil des Programms sind Produktionen, die zwar auf internationalen Festivals für Furore sorgten, aber kaum Platz im regulären Kinobetrieb finden. Das kinobegeisterte Publikum darf sich auf über 100 Spiel-, Kurz- und Dokumentarfilme sowie auf zahlreiche internationale Festivalgäste freuen. Vermittlung, Diskussion und Verbreitung von Filmen, die die derzeit spannendsten Fragen der globalen Gesellschaft beläuchten.

Wir stellen euch einige Filme vor!

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WHOSE STREETS?
Sabaah Folayan
Dokumentarfilm US 2017, 90 min OF
Freitag, 8.12.2017, 18h00, Schikaneder 

#Blacklivesmatter ist in den USA eine der wichtigsten Bewegungen, die auf gesellschaftliche Missstände aufmerksam macht. In die Kategorie lässt sich auch die Handlung dieses Films einordnen. St. Louis County, USA: Der unbewaffnete Jugendliche Mike Brown wird von der Polizei getötet und stundenlang auf der Straße liegen gelassen. Trauer, langjährige Spannungen und aufgestaute Wut bringen Menschen aller Gesellschaftsschichten zusammen, um gemeinsam Mahnwache zu halten. Als die Nationalgarde mit Waffen erscheint, werden diese Menschen zur Bewegung eines neuen Widerstandes. Whose Streets? ist der Ruf einer Generation, die nicht nur für ihre Bürgerrechte kämpft, sondern auch gegen Polizeigewalt und vor allem für das Recht, das jedes einzelne Menschenleben gewürdigt und geachtet werden muss.

OUAGA GIRLS
Theresa Traoré Dahlberg
Dokumentarfilm BF | FR | SE 2017, 82min OmeU
Samstag, 2.12.2017, 15h30, Top Kino

Gleichberechtigung und gleiche Chancen sind ein weltweites Thema. Frauen, die in sogenannten „Männerberufen“ arbeiten, werden immer noch oft belächelt. Dieser Film thematisiert den Alltag in einer solchen Ausbildungsstätte – zur Automechanikerin. Junge Frauen, die in Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso, die Lehre machen, werden in dieser langsamen und einfühlsamen Dokumentation an ihrem Lehrort gezeigt. Hier wird nicht nur Technik, sondern auch Französisch und Geschichte gelehrt. Der Ort fungiert gleichzeitig als Schlafzimmer und Aufenthaltsraum. In symmetrischen, ruhigen Bildern werden die Porträts starker Frauen und derer Träume und Ängste gezeichnet. Diese Frauen machen sich gegenseitig Mut und teilen ihre Erlebnisse und Erfahrungen. In „Ouaga Girls“ geht es um Freundschaft und um den Kampf als Frau in einer Männerdomäne akzeptiert zu werden.

FOR AHKEEM
Jeremy S. Levine, Landon Van Soest
Dokumentarfilm US 201, 90 min OmdU
SONNTAG, 03.12.2017, 18h00, Schikaneder (In Anwesenheit von Landon Van Soest)

Zukunft und die Angst davor sind große Themen in der Welt junger Menschen. Wenn die Ausgangslage nicht die Beste ist, kann die Spirale sich auch schnell weiterdrehen. St. Louis, Missouri, die 17-jährige Daje führt ein kompliziertes Leben. Die bewegende Sozialreportage porträtiert den Kosmos um die junge Afroamerikanerin, vor der eine wenig rosige Zukunft liegt. Mit ihrer Mutter lebt sie in einem von Kriminalität und Drogen regierten Viertel und fliegt wegen ihrer Aufsässigkeit von der Schule. Dann lernt sie Antonie kennen und wird schwanger. Die Dokumentation erzählt vom Aufwachsen in schwierigen Verhältnissen und erzählt die Geschichte, wie es sonst ein Spielfilm könnte.

 

 

 

Das gesamte Programm findet ihr unter http://www.thishumanworld.com