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Mirabell Mayack: „Das Afrika Investment Forum in Düsseldorf zeigt was in Afrika möglich ist“

Mirabell Mayack ist eine Afrodeutsche Business Frau die zwischen Großbritannien, Deutschland, Kamerun und Côte D’Ivoire lebt. Die Gründerin und Managerin von der Firma „Le petit event“ veranstaltet am 29. November in Düsseldorf den ersten African Investment Day. Ihr Schwerpunkt liegt auf den frankophonen Afrika. Eine erstmalige Angelegenheit im deutschsprachigen Raum? Wir wollten mehr wissen und  haben Frau Mayack einfach gefragt.

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Am 29. November veranstalten Sie den African Investment Day in Düsseldorf. Woher hast du die Idee und warum machst du sie?

Ich freue mich auf diese Konferenz und die lebhaften Diskussionen, die stattfinden werden. Die Förderung von Africa´s reichen Kulturen und Investitionsmöglichkeiten durch experimentelles Marketing und Kommunikation war schon immer der Kern unserer Arbeit. Wenn wir unsere eigenen Konzepte entwickeln, haben sie immer damit zu tun, Menschen zusammenzubringen. In diesem Fall wollen wir west- und zentralafrikanische Veranstaltungen auf elegante und positive Weise feiern, erleben und genießen. Mit Angela Merkels Bemühungen, einen Appetit auf Investitionen in Afrika zu wecken, ist dies ein weiterer Schub, um diesen Appetit von unserer Seite zu wecken und den Dialog über die unerschlossenen Märkte im frankophonen Afrika für das deutsche interessierte Publikum zu eröffnen.

Wer ist das Wir, von dem du sprichst?

Le petit Event Team. Das Unternehmen als Ganzes.

Warum Düsseldorf-Erkrath, obwohl Sie zwischen Großbritannien, Kamerun, Côte d’Ivoire und Deutschland leben?

Meine Mutter kommt aus Erkrath und ich bin für eine Weile in Deutschland zur Schule gegangen. Jetzt, da Bundeskanzlerin Angela Merkel Investitionen in Afrika fördert, habe ich die Gelegenheit genutzt, Menschen zusammenzubringen, die es zu treffen gilt. Sowohl der private Anlagesektor als auch die echten Experten: afrikanische Fachleute in ihren jeweiligen Bereichen, die als Mentor_innen für Menschen dienen können, die daran interessiert sind, in Afrika Geschäfte zu tätigen. Schließlich hat Düsseldorf viele Industrien. Es war selbstverständlich, dieses Ziel in Deutschland zu wählen.  In den deutschen Medien wird dieses Ereignis als „African Davos“ bezeichnet. Das ist bereits positiv. Die deutsche Presse spricht selten über das Wohl Afrikas und dieses Treffen auf die gleiche Ebene wie Davos zu stellen, ist eher sehr, sehr positiv. Die Medien beginnen zu verstehen, dass Afrika ein respektables Ziel ist.

Aber Sie haben sich entschieden, sich nur auf die französischsprachigen afrikanischen Länder zu konzentrieren. Aus welchen Gründen?

Die englischsprachigen Länder sind in Deutschland sehr präsent und werden von den Deutschen vor allem wegen der englischen Sprache leichter bevorzugt. Ich bin ein französischsprachiger Mensch, und jetzt, da sich die Deutschen immer mehr für Afrika interessieren, wollte ich das französischsprachige Afrika auf den Tisch legen. Trotzdem wird diese Konferenz in englischer Sprache abgehalten. Wir werden zeigen, dass das französischsprachige Afrika für großes Business bereit ist.

 

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Viele Europäer_innen investieren weniger in Afrika. Sie ziehen es vor, sich auf die Entwicklungshilfe zu konzentrieren. Diese europäische Haltung seit mehr als 60 Jahren macht Ihnen keine Angst, dass Sie diese Europäer davon überzeugen wollen, in Afrika zu investieren?

Nichts macht mir Angst. Ich liebe Herausforderungen. Und als Afrodeutsche, die beiden Kulturen vereint, bin ich mehr die Person, die die Deutschen anziehen will und ihnen die richtigen Menschen vorstellen werde und sie meiner afrikanischen Business Kulturen näher bringen kann. Andererseits veranstalten wir auch viele Themenabende an luxuriösen Orten mit traditionellen afrikanischen kulinarischen Spezialitäten (z. B. Mbongo-Tchobi, Ndole, Gari, Couscous, etc.), was ein „Soft-Sales-Ansatz“ ist. Dieser Ansatz ermöglicht es den Menschen, in das Land verliebt zu sein und dann in es zu investieren. Weil es dieses Land auf Augenhöhe versteht und nicht als ein armes Opfer, das Hilfe braucht.

Auf der Website der Veranstaltung steht ein reichhaltiges thematisches Programm zur Verfügung. Was erwartet die Teilnehmer_innen dieser Veranstaltung?

Lebhafte Diskussionen mit konkreten Ratschlägen von Menschen, die vor Ort (Ruanda, Kamerun, Nigeria, Elfenbeinküste, Senegal) leben und vor allem sehr konkrete Lösungen für Investitionen in Afrika. Die französische Sprache bleibt eine Beziehungssprache, und die Teilnehmer werden in ihrem ersten Kontakt mit Afrika und Afrikanern stehen. Ich bin der festen Überzeugung sehr fruchtbare Business Beziehungen werden entstehen. Außerdem haben wir einfach Top Speakers, Speakerinnen und viele Expert_innen, die dafür da sind um Fragen, bzw. Ängste von potentiellen Investoren wegzunehmen.

Mit welchem Gefühl wollen Sie, dass die Teilnehmer_innen nach der Tagung nach Hause gehen?

Mit dem Gefühl, dass sie von einer Person informiert werden, die über eine realistische Expertise verfügt! Mit der Tatsache, dass auf dem Kontinent Millionen von Businessideen nacht PartnerInnen suchen. Außerdem bin ich davon überzeugt, dass die Bereichen, die wir ausgewählt haben wie z.B. Finanzen, Recht, Diplomatie, Wirtschaft, die besten sind um am Kontinent Fuss fassen zu können. All dies können dazu beitragen, eine Geschäftsbeziehung mit dem afrikanischen Kontinent aufzubauen.

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